Schutz der Rohrleitungen

Wie schützen Sie Ihre Rohrleitungen?

Bei der Auswahl einer geeigneten Wärmeübertragungsflüssigkeit für den Einsatz in Kühl- oder Heizsystemen sollte großer Wert auf die Vermeidung von Korrosion, Ablagerungen und biologischer Verunreinigung gelegt werden. Es hat wenig Sinn, eine Flüssigkeit mit hervorragender Wärmeleitfähigkeit auszuwählen, wenn dadurch das Material von Rohren, Ventilen und Wärmetauschern bereits nach sechs Monaten angegriffen ist.

Häufige Arten von Korrosion

Bei der Oxidation wird die Korrosion in wasserbasierten Kühlsystemen durch den im Wasser gelösten Sauerstoff verursacht und betrifft hauptsächlich Metalle, die keine undurchlässige Sauerstoffschicht bilden. Auf der Oberfläche von Kohlenstoffstahl bildet sich zum Beispiel Eisenoxid, auch Rost genannt. Die Oxidationskorrosion verläuft an den Außenflächen der Rohre in der Regel recht langsam, im Inneren jedoch sehr viel schneller, da die Oxidschicht durch den Flüssigkeitsstrom ständig abgetragen wird, was zu einem Korrosionszyklus führt.

Galvanische Korrosion tritt auf, wenn zwei oder mehr verschiedene Metalle durch Extraktion in einer Flüssigkeit „verbunden“ werden, etwa in Heiz- und Kühlsystemen. Zwischen Metallen unterschiedlicher Art entsteht eine elektrische Potentialdifferenz. Insbesondere Metalle niedrigerer Ordnung werden zum Opfer der Metalle höherer Ordnung. Die Häufigkeit der Korrosion hängt in der Regel vom Abstand zwischen den Metallen in der Edelmetallrangliste (siehe unten) und der relativen Oberfläche ab. Die Korrosionsgeschwindigkeit erhöht sich, wenn die anodische (minderwertige) Oberfläche kleiner ist als die kathodische Oberfläche.

Grundsätze zur Vermeidung von Systemkorrosion

Bevor wir uns mit den verschiedenen chemischen Methoden zur Verhinderung von Systemkorrosion befassen, lohnt es sich, einige Grundsätze für den Systemaufbau aufzulisten, die in Kombination mit eventuellen Korrosions-Inhibitoren funktionieren.

  • Wählen Sie Metalle mit einer angemessenen Beständigkeit gegen die verschiedenen Korrosionsformen, die in Heiz- und Kühlsystemen üblich sind. Als Faustregel raten wir von weniger edlen Metallen ab, insbesondere von Magnesium, Zink und verzinkten Materialien.
  • Entwerfen Sie die Rohre und das System so, dass die Pumpverluste reduziert und scharfe Bögen minimiert werden. Ziel ist es, eine turbulente Strömung in den Wärmetauschern und eine laminare Strömung in allen anderen Rohrleitungen zu erreichen.
  • Abgedichtete und unter Druck stehende Systeme sind viel weniger anfällig für die Aufnahme von frischem Sauerstoff als Systeme mit einem offenen Kühlwassertank.
  • Bauen Sie genügend automatische Entlüftungsventile ein, durch welche die gesamte Luft kontinuierlich aus dem System entweichen kann.
  • Bauen Sie eventuell ein Nebenstrom-Filtersystem ein, um kontinuierlich Korrosionsnebenprodukte und Verschmutzungen zu entfernen.
  • Die Verwendung von Korrosionsgeräten ist nicht teuer und gibt Ihnen einen guten Hinweis auf die innere Korrosion.
  • Halten Sie den Systemdruck hoch genug, um die durch die Lösung entstehenden Dämpfe zu minimieren und so Kavitationskorrosion zu verhindern.

Korrosions-Inhibitoren

Formulierungen von Korrosions-Inhibitoren spielen eine wesentliche Rolle bei der Wartung von Rohrleitungssystemen und wichtigen Anlagen. Durch das Mischen verschiedener Chemikalien können oftmals kombinierte Ergebnisse erzielt werden – vor allem dann, wenn zwei oder mehr Chemikalien zusammen besser wirken als einzeln. Die jeweiligen Hersteller von Wärmeübertragungsflüssigkeiten müssen wissen, welche Formulierungen langfristig den besten Schutz für Systeme bieten, die aus verschiedenen Metallen und Kunststoffen hergestellt sind. Hydratech verfügt über umfassendes Fachwissen in der Korrosionsschutztechnologie und arbeitet mit den einzelnen Kunden zusammen, um sicherzustellen, dass die richtige Flüssigkeit und die richtigen Inhibitoren ausgewählt werden.

Hydratech kombiniert viele verschiedene Formulierungen von Korrosions-Inhibitoren für den Einsatz in Kühl- und Heizsystemen. Einige Formulierungen sind eigens für die Mischung mit chemischen Flüssigkeiten vorgesehen, während andere in Systemen eingesetzt werden können, in denen nur Wasser verwendet wird.

Um sicherzustellen, dass unsere Korrosions-Inhibitoren das System langfristig schützen, bietet Hydratech das SureFlow-Flüssigkeitswartungsprogramm an, bei dem unsere Kunden zweimal im Jahr Flüssigkeitsproben an unser Labor schicken, um sie bei Bedarf testen zu lassen. Je nach Testergebnis empfehlen wir manchmal die Zugabe zusätzlicher Inhibitoren.